192 Tage, 15 Stunden bis zum OCC 2012.

Camp 2007

Österreichisches Computercamp 24. - 31. August 2007, Maria Seesal, Niederösterreich Die folgenden Schlagzeilen unserer Campzeitung können diese eine Woche, bei der der Austausch mit anderen Kindern und der Spaß am und mit dem Lernen, mit dem Computer und durch und mit den Hilfsmitteln im Mittelpunkt standen, wohl am Besten beschreiben: WWW - Wald und Wiesen Wahnsinn ... 7 Tage lang belagert eine Horde wissbegieriger Kids eine idyllische Waldpension in Maria Seesal ... ... Freizeit: Mysteriöse Vorgänge in Niederösterreich - Waren es Ausserirdische? ... ... Betreuer: Die geheimen Machenschaften - Unzensiert und schonungslos ... ... Technik: Die langsamste Internetverbindung seit Erfindung der Buschtrommel! Wir berichten aus erster Hand ... ... Skandal: Stromausfall! - Computercamp überlastet Stromnetz - Kühe müssen im Dunkeln grasen ... Abseits von Lerneinheiten und Freizeitspaß - was bleibt nach einer Woche OCC? Auf jeden Fall jede Menge Wissen und die Überzeugung, daß es wieder eine Woche voller Überraschungen und neuer Perspektiven war, die sich nicht nur für Kinder und Eltern, sondern auch für das Team der BetreuerInnen gelohnt hat. Eine Woche voll neuen Wissens und neuer Kontakte, die oft ein Leben lang halten. Aus pädagogischer Sicht wiederum ist klar: Die Schüler des 21. Jahrhunderts sind technikvertraut und können viele Dinge gleichzeitig machen. Welche Möglichkeiten bietet die digitale Welt von heute im Klassenzimmer und wie sieht dann das Lernen aus? Zuhause kommunizieren Kinder und Jugendliche über Mobiltelefon und Internet. Ihre Lieblingsmusik und den aktuellen Podcast hören sie über MP3 Player. Angst vor technischen Neuerungen haben die Schüler als „Digital Natives“ sicher nicht: Wer heute zwischen Computern, MP3-Playern, Handys und Internet aufwächst, für den ist diese Technik ein unverzichtbares Alltagswerkzeug und kein „neumodischer Kram“. Jugendliche recherchieren und informieren sich für die Schule im Internet, tauschen sich per Mobiltelefon aus und spielen abends gemeinsam am Computer. Dass die Lehrer und auch Eltern auf der anderen Seite manchmal vor der scheinbar komplizierten Technik zurückschrecken, ist für mich nachvollziehbar: denn sie gelten als „Digital Immigrants“, die sich erst dem Thema nähern müssen, um zu erkennen, dass das eben in der digitalen Welt einfacher und nicht schwieriger ist. Wir denken ein spielerisch erlernter Umgang mit den neuesten technischen Geräten bietet die beste Voraussetzung für die Ziele der schulischen Medienerziehung: einen kritischen und verantwortungsvollen Einsatz von Computer und Internet - als Arbeitswerkzeuge. An die Seite von Vorlagen, Büchern und Stiften den Computer ins Klassenzimmer zu holen, ist absolut zeitgemäß. Die Computer sind in Schule, Freizeit, Beruf und Alltag allgegenwärtig und mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Aber im Sinne dass der Computer ein Hilfsmittel und kein Allheilmittel ist, legen wir am OCC großen Wert auf einen sinnvoller Einsatz, auf richtige Bedienung, auf effiziente Bedienung und auf optimale Anpassung. Der Computer muss an den Menschen angepasst werden und nicht umgekehrt. Der Computer muss den Schülern ein Hilfsmittel sein und nicht ein weiters Hindernis darstellen. So werden die PCs von erfahrenen OCC-MitarbeiterInnen gemeinsam mit den Kindern optimal eingestellt, die Grundkenntnisse der Schüler werden vertieft, die Schüler werden zu selbständigem und effizientem Arbeiten in Windows, Screenreader und Internet angeleitet. Und: Jeder lernt auf seinem Niveau weiter. Freizeitbetreuer, die ganz genau wissen was die Kinder brauchen, bieten den Kindern am OCC einen interessanten und abwechslungsreichen Ausgleich zum Computerunterricht:
  • Singen und Tanzen,
  • Wandern und Spielen,
  • Tratschen und Miteinander-sein,
  • Kinder mit gleichen Problemen kennen lernen,
  • Freundschaften knüpfen und
  • „einfach Spaß haben“
sind uns wichtig. Für das auf- und anregende „OCC 2007“ gilt unser Dank allen ComputertrainerInnen, allen FreizeitbetreuerInnen, den Technikern und allen „guten Geistern von Maria Seesal“ in gleichem Maße. Unser besonderer Dank gilt heuer dem „ÖBSV - Landesgruppe Wien Niederösterreich und Burgenland“ mit Obmann Fritz Zorn für das besondere Entgegenkommen. 17 blinde oder sehbehinderte Kinder aus ganz Österreich, 6 ComputertrainerInnen, 6 FreizeitbetreuerInnen und 2 Techniker haben in „Maria Seesal“ eine wunderbare OCC-Woche verbracht. Walter Rainwald & Irene Mühlbach